Dieser Satz geht mir schon seit länger Zeit durch den Kopf.
Nein, ich gehöre nicht zu den Menschen, die behaupten, früher sei alles perfekt gewesen. Das war es nicht. Es gab genug Dinge, die heute glücklicherweise besser sind. Aber wenn ich mich in meinm Alltag umschaue - als Mutter, im Beruf und als Mensch, der das Leben aufmerksam beobachtet - , frage ich mich immer öfter, warum wir manches abgeschafft haben, das sich über viele Jahre bewährt hatte.
Oft wurden Veränderungen mit dem Versprechen eingeführt, alles einfacher, moderner oder effizienter zu machen. Doch heute habe ich manmal den Eindruck, dass wir uns dabei selbst Steine in den Weg gelegt haben. Was früher selbstverständlich funktionierte, wird heute mit immer neuen Regeln, Konzepten und Zuständigkeiten ersetzt - und trotzdem scheint vieles komplizierteer geworden zu sein.
Dieser Blog soll kein Ort sein, an dem ich der Vergangenheit hinterherstrauerere. Er soll ein Ort sein, an dem ich Fragen stelle. Wo ich Erfahrugnen teile. Wo ich laut über Dinge nachdenke, die mich beschäfftigen, ärgern oder auch zum Schmunzeln bringen.
Vielleicht denkt der eine oder andere beim Lesen: "Genau das habe ich auch schon erlebt." Vielleicht widerspricht mir jemand. Beides ist völlig in Ordnung.
Dann manchmal beginnt ein guten Gespräch genau dort - zwischen den Zeilen.
Zwischen den Zeilen
Ich schreibe diese Zeilen nicht, weil ich die Vergangenheit verherrlichen möchte.
Ich schreibe sie, weil ich glaube, dass Erinnerungen uns helfen können, die Gegenwart besser zu verstehen.
Vielleicht war früher nicht alles besser.
Aber vielleicht war manches wertvoller, als wir damals überhaupt erkannt haben.
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